Persönlicher Erfahrungsbericht der Präsidentin
Renate Barczewski - 2002

 

Gut sind wir, Offenbacher!

Das Juniorenjahr 2002 in Offenbach fing ungewöhnlich an und so sollte es auch bleiben. Ereignisreich und teambildend. Die Frage, die sich wie ein roter Faden durch das gesamte Jahr zog, war die Frage danach, wer wir Offenbacher Wirtschaftsjunioren eigentlich sind, woher wir kommen und wohin wir gehen.

Die Antwort haben wir im  Laufe des Jahres durch unser gemeinsames Tun gefunden. Nicht zuletzt auch durch die intensive Zusammenarbeit mit den Frankfurter Wirtschaftsjunioren für die Durchführung der Landeskonferenz Hessen 2002. In der gemeinsamen Arbeit wurde sehr schnell klar, was uns von Frankfurt unterscheidet und auch, was uns hier in der Region verbindet.

2002 war identitätsstiftend, denn das, was uns Offenbacher Wirtschaftsjunioren ausmacht, das haben wir so formuliert: wir sind mitgliederorientiert, bodenständig, familiär - im Umgang untereinander und auch im Umgang mit der IHK Offenbach und ecken traditionell an – das heißt wir gehen auch unbequeme Themen an und setzen Impulse

2002 war konstruktiv und innovativ in der Arbeit der Arbeitskreise, in den Vorbereitungen der Teilnahme an internationalen Juniorenveranstaltungen, durch die Erstellung professioneller Filmbeiträge zum Beispiel über die Lako Hessen 2002, durch die Neugründung der AG Soziales und mit dem aus den Juniorenreihen entstandenen Verein Einfach Leben e.V. zur  Typisierungen für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei.

2002 war international durch unsere Teilnahme am Europakongress im Juni 2002 in Istanbul und am Weltkongress im November 2002 in Las Vegas. Durch unsere Teilnahme an den Wettbewerben um die Auszeichnung gelungener Juniorenarbeit auch auf Europa- und Weltebene. Leider konnten wir in 2002 noch keinen Preis nach Offenbach holen. Wobei die Betonung auf „noch nicht“ liegen muss. Aber wir konnten in Istanbul miterleben, wie eine nicht nur zahlenmäßig starke deutsche Delegation von Wirtschaftsjunioren, einen Preis nach dem anderen von der Bühne holen konnte

2002 war „grenzüberschreitend“, durch die Organisation und Durchführung der LAKO Hessen 2002 gemeinsam mit den Wirtschaftsjunioren Frankfurt. Diese Zusammenarbeit hatte Folgen: Freundschaften, Geschäftskontakte, spontane Besuche und den Wunsch nach mehr Zusammenarbeit in der Region Rhein-Main in den kommenden Jahren.

2002 war ereignisreich, durch die Landeskonferenz der Wirtschaftsjunioren in Hessen. Drei Tage voller Veranstaltungen, Begegnungen, Erlebnisse, begeisternder Stimmung und neuer Freundschaften. Dem Team aus Frankfurter und Offenbacher Wirtschaftsjunioren, das diese Konferenz organisiert hat, gebührt meine volle Anerkennung und vor allem mein ganzer Dank für die geleistete Arbeit. Sie haben eine Mammutveranstaltung mit mehr als 350 Teilnehmern, mehr als 30 Veranstaltungen wie Seminare, Unternehmensbesuche, Workshops, Trainings und dazu noch die vielen offiziellen Sitzungen, Empfänge und nicht zuletzt die geselligen Abende ob in Ballrobe oder im Party-Outfit geplant und durchgeführt. Durch diese Teamarbeit konnten wir und alle Teilnehmer eine unglaublich schöne und gut organisierte Konferenz erleben, an die wir noch lange gerne zurückdenken werden.

Die erste gemeinsam veranstaltete Landeskonferenz in Hessen hat darüber hinaus gezeigt, welch ein Teamgeist zwischen Offenbach und Frankfurt entstehen kann und was mit diesem Teamgeist erreicht werden kann.

Wieder einmal spielen die Wirtschaftsjunioren hier den Vorreiter und zeigen, wie gut die beiden Kreise zusammenarbeiten können und welche Dynamik dabei entstehen kann. Einmal mehr wurde gezeigt: traditionelle Grenzen sind dazu da, um sie zuerst zu erkennen und dann zu überwinden! Das war das eigentliche Ergebnis, das dem Konferenzmotto "Take OF-F" mehr als Rechnung trug.

2002 war sozial engagiert, durch das Sammeln der Spendengelder und die Typisierungsaktionen für die DKMS auf der Lako Hessen 2002, in Neu-Isenburg und auf dem Weihnachtsmarkt in Seligenstadt.
Mehr als 850 Menschen konnten für die Blutentnahme zur Typisierung und die Eintragung in die Datenbank der DKMS gewonnen werden. Initialzündung für die Gründung des Vereins Einfach Leben e.V. und des Arbeitskreises war die Erkrankung einer jungen Frau aus dem Kreis Offenbach und dem Umfeld einiger Wirtschaftsjunioren. Und die persönliche Erfahrung, wie schwierig die Suche nach dem richtigen Spender ist, sowie die Erkenntnis, dass sich die Wahrscheinlichkeit mit der Anzahl der zur Verfügung stehenden möglichen Spender erhöht. Erste Aktion war die Typisierung auf dem Offenbacher Weihnachtsmarkt im Dezember 2001. Dass sich der Einsatz gelohnt hat zeigt sich daran, dass die junge Frau inzwischen einen Spender gefunden hat und nach einer Stammzellenübertragung auf endgültige Heilung hoffen kann.
Die Offenbacher Wirtschaftsjunioren wurden für dieses Projekt „Wettlauf mit dem Leben“ im Rahmen des bundesweiten Juniorenwettbewerbs in dieser Kategorie auf der Bundeskonferenz im September 2002 in Hamburg ausgezeichnet.

2002 war konstituierend durch die Heimbuchenthaler Erklärung zur Konstituierung des Junioren-Netzwerkes rhein:main und durch die Einladung aller Beteiligten zu einer kraftvollen und zukunftsweisenden Sitzung im Februar 2003 nach Offenbach.

Mein persönliches Fazit: „Was mich am meisten an der Arbeit der Wirtschaftsjunioren im Jahre 2002 beeindruckt und begeistert hat, ist die Tatsache, dass die Junioren häufig Impulsgeber sind. Ich meine damit, dass sie ein Defizit erkennen und ohne zu zögern zielgerichtet und mit viel Engagement aktiv werden. Sei es im Bereich Bewerbertrainings für Schulabgänger, sei es in den Anstrengungen möglichst viele Menschen für die Teilnahme an Typisierungsaktionen zum Beispiel für Leukämiekranke zu bewegen, sei es in der eigenen Weiterbildung oder in der Vernetzung junger Führungskräfte auf der Ebene der Rhein-Main-Region.
Die Wirtschaftsjunioren Offenbach sind ein Netzwerk, das aus der Vielfalt der Branchen und der Verschiedenheit der Persönlichkeiten seine Kraft schöpft. Alles, was von den Einzelnen an Energie und Engagement investiert wird, fließt an anderer Stelle wieder zurück. Das ist für mich gelebtes Netzwerk. Erkennen, dass der eine nur dann erfolgreich sein kann und wird, wenn der andere es auch ist. Und, es nicht bei dieser Erkenntnis zu belassen, sondern aus ihr heraus aktiv zu werden und anzupacken.
Wie formuliert es Spiderman in seinem Kinofilm: „große Kraft erzeugt große Verantwortung".

Vielen Dank an alle Wirtschaftsjuniorinnen und Wirtschaftsjunioren
Renate Barczewski
 

 

 


 



 

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Renate Barczewski

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