Persönlicher Erfahrungsbericht des Präsidenten
Svan Franzen - 2013

 

Rückblick
One-year-to-lead-Prinzip
Das "One-year-to-lead-Prinzip" bedeutet bei den Wirtschaftsjunioren Deutschland und JCI ein jährlicher Wechsel der Führungseben, des Präsidenten. Wie jede Medaille, hat auch diese zwei Seiten: Es ist auf der einen Seite schön,dass wir uns als Verband wie ein stetiger Jungbrunnen "verjüngen" und nachfolgende Generationen und Präsidenten die Führung übernehmen. Positiv ist, dass jedes Jahr neue Ideen, Schwerpunkte und eine besondere, individuelle Führungsweise die Junioren beeinflussen. Zudem hat man ein Jahr um seine gesamte Kraft in dieses Jahr zu stecken, indem auch Familie, Freunde und Geschäftspartner Verständnis für das eigene ehrenamtliche Engagement haben. Schwierig ist sicherlich, dass die Führung so jedes Jahr wechselt und langfristige Projekte in ihrem Prozess erschwert werden können.

2013: Wir bewegen und begeistern
Über meine Präsidentschaft für 2013 wurde erst spät am Strategietag des Vorjahres gesprochen. Der Start ins Jahr war wie der Sprung ins kalte Wasser: Schließlich hatte ich entgegen unserer üblichen Tradition, kein Vize-Präsidenten-Jahr zur Vorbereitung und zum Sammeln von Erfahrungen. Der Start war folglich etwas holprig, schnell spielte sich das Vorstandsteam ein. Besonderer Dank gilt Angela Weber, die mir als sehr proaktive Past Präsidentin immer mit Rat, Tat und Wissen zur Seite stand. Ich möchte hier auch meinen Dank an Christine Keck aussprechen, die mir als Vize-Präsidentin immer zur Seite stand und mich vertrat, wenn es zeitlich mal eng für das Ehrenamt wurde.

Die Highlights
Persönlich
Persönlich war mein Highlight der Fokus auf "Brasilien". Nicht nur, dass Deutschland-Brasilien ein Kulturjahr vereinbart hatten, sondern es fand der internationale Weltkongress von JCI in Rio de Janeiro statt. Brasilien liegt mir aus familiären Gründen besonders am Herzen, weshalb hierzu einige Projekte umgesetzt wurden. Hierzu zählten vor allem: 1. der Brasilianische Wirtschaftsabend
Es ging darum interessierte Unternehmer über Brasilien, die Marktgegebenheiten, Chancen und deren Möglichkeiten aufzuzeigen. Die Referenten zeigten aus einer Vielfalt von AHK, brasilianischem Konsulat, Brasilien-Experten Brasilien von verschiedenen Blickwinkeln und Gespräche konnten im folgenden Get-Together vertieft werden. Verköstigt wurden die Gäste mit Originalen aus Brasilien beim Essen sowie bei den Getränken.
2. das Brasilianische Sommerfest
Brasilianer lieben Sonne, Strand und Grillfeste. Genau ein solches originales Grillfest wurde den Wirtschaftsjunioren in 2013 geboten. Frisches Picanha-Fleisch aus Brasilien wurde von waschechten Brasilianern gegrillt, dazu frische Salate, Caipirinhas und brasilianischer Bossa Nova als Live-Musik. Die Gäste fühlten sich rundum wohl und waren angetan von der brasilianischen Lebensweise.
3. die Vor- und Nachreise in Brasilien zum World Congress von JCI 2013
Zum JCI World Congress ist es unter Konferenzgängern üblich, vor oder nach der Konferenz das Land und seine Kultur auf besondere Art und Weise kennen zu lernen. So auch in Brasilien. Auf Grund meines persönlichen Bezuges zu Brasilien, habe ich vor Ort für viele Highlights auf einer Vor- und Nachreise gesorgt,
Mitreisende begeistert und Brasilien von den besten Seiten gezeigt.

Veranstaltungen
Im Jahr 2013 haben wir noch weitere vielfältige und erfolgreiche Veranstaltungen umgesetzt, hierzu gehörte ein erstmaliger "Fördermitglieder Brunch", der durch Anja Basta organisiert wurde um unseren Fördermitgliedern einen Einblick in die Arbeit der "Jungen" und etwas Freude sowie Zusammenhalt unter den Mitgliedern zurück zu geben. Angela Weber hat mit Bravour das Leuchtturmprojekt im Bereich Bildung "Schüler als Bosse" umgesetzt. Hierbei können Schüler einen Tag "Boss" sein und begleiten hierbei einen Geschäftsführer, Chef eines Unternehmens, nehmen auf dem Chefsessel Platz und dürfen selbst erfahren, wie es sich anfühlt; welche Herausforderungen auf einen zukommen und wie geübte Chefs diese lösen. Die Schirmherrschaft ist wie seit vielen Jahren wieder von Herrn Landrat Quilling übernommen worden - hierfür gilt im Namen der Wirtschaftsjunioren und der Schüler mein herzlichster Dank. - Die Wirtschaftsjunioren Offenbach setzen sich seit mehr als 30 Jahren aktiv für Jugend und Bildung ein. So war es uns eine Herzensangelegenheit das Bundesprojekt "Jugend Stärken" nicht nur zu unterstützen, sondern auch durch eigene sog. Freestyle-Module zu erweitern. In persönlichen Gesprächen, Kamera- und Sprechtrainings sowie Bewerbertrainings auf Messen und in Schulen haben wir Jugendlichen, vor allem Benachteiligten geholfen ihren ganz eigenen Weg zu finden und zu beschreiten. Hierfür wurden die Junioren sogar mit mehrfachen Auszeichnungen auf Landes- und Bundesebene ausgezeichnet.
Weiter Veranstaltungen und Highlights waren die Europakonferenz in Monte Carlo (der Prinz ist übrigens auch Mitglied in unserem Verband) sowie der Know-How-Transfer auf Landes- und Bundesebene und unser internationales Twinning mit Heist-Op-Den-Berg, Belgien. Diese internationalen Kontakte knüpfen Junioren und pflegen diese über viele Jahre. Hieraus entstehen nicht nur besondere Freundschaften, sondern vielmehr internationaler Austausch unter den unterschiedlichen Kulturen sowie Geschäftsbeziehungen - ein Gewinn für alle.

Herausforderungen
Die größte Herausforderung als Präsident ist sicher das Erlernen von Führung im Ehrenamt. Es ist wichtig, Vortänzer, Choreograph und Lehrer zu sein - konkret sich sein Jahr mit genauer Planung vor Augen zu führen und daraus jeden Schritt mit gutem Beispiel zu zeigen, um durch Begeisterung und "Ansteckung" Mitglieder mit zu ziehen und in Projekten einzubinden. In der Führung im Ehrenamt gibt es weder Gehalt von große Hierarchien, vielmehr zählt der gemeinsame Spaß, die persönlichen Kontakte und Vernetzung sowie das Begeistern aller
Beteiligten - es ist ein "people-Business". Eine Arbeit zwischen Menschen unterschiedlicher Branchen, Herkunft und Charaktere. Das unter einen Hut zu bekommen ist sicher einer der größten Herausforderungen und zugleich Möglichkeiten an sich selbst zu wachsen. Genau das war es, was mich so begeistert hat und warum ich jedes Mitglied der Wirtschaftsjunioren ermutigen möchte das Zepter in die Hand zu nehmen und ein Jahr die Geschicke unserer Unternehmerorganisation in die Hand zu nehmen. Es macht Spaß, man wächst stark persönlich und lernt auch für das private und berufliche Leben zukünftig mit Herausforderungen anders umzugehen: gelassener, strukturierter und mit viel mehr Ideenreichtum als zuvor.

Lessons learned
Das Jahr 2013 war fantastisch und wir haben viel bewegt. Es hat mich begeistert, wie viel ich über mich selbst, meinen Charakter und meine Persönlichkeit, aber auch über meine Mitglieder und Vorstandskollegen gelernt habe. Selbst bin ich stark vor allem an der Führungsaufgabe (ich war der Jungspunt im Vorstand, waren doch die meisten weit über dreißig und ich nicht mal Mitte Zwanzig), dem strukturierten Vorgehen in einer demokratischen Organisation (auf Delegierten-Versammlungen etc.), das effiziente Umsetzen von Projekten und die Angst zu verlieren, Dinge einfach anzupacken. Es ist eine fantastische Erfahrung über den Tellerrand hinaus zu schauen und zu wachsen.


 

 

 

Sven Franzen
Sven Franzen

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