Persönlicher Erfahrungsbericht der Präsidentin
Sabdra Lobert - 2010

Jahresmotto: Visionen Leben

Zurückblickend auf mein Präsidentschaftsjahr kann ich nur sagen, es bleiben vor allem einzigartige Erinnerungen, reichhaltige Erfahrungen und gute Freundschaften. Mein Dank gilt allen Mitgliedern, Ressort- und Projektleitern, Vorstandsmitgliedern sowie den Kreissprechern der Nachbarkreise und dem Landesvorstand mit denen ich dieses Jahr gemeinsam erleben durfte. Besonders danken möchte ich Marcus Lippold und Irmgard Gehrlicher für die phantastische Unterstützung seitens der IHK Offenbach und persönlich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Als ich Mitte 2009 gefragt wurde, ob ich mir vorstellen könnte für das Präsidentenamt zu kandidieren, war das zu einem Zeitpunkt, an dem sich in meinem Leben ohnehin einiges geändert hatte. Eine solche Herausforderung war da genau das Richtige. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich nicht, dass da noch einiges dazukommen würde.

Bereits im zweiten Halbjahr 2009 begannen wir mit der Vorbereitung und nutzen die Strategiesitzungen der Kreispotentialanalyse um unser Team auf das kommende Jahr vorzubereiten. Der Generationswechsel machte sich in Offenbach nun vollständig bemerkbar und wir starteten mit einer komplett neuen Mannschaft, welche das bisher jüngste Vorstandsteam in Offenbach sein sollte. Ganz ohne Frauenquote hatten wir auch diesbezüglich ein ausgewogenes Verhältnis.

Als bereits langjähriges Mitglied fühlte ich mich als Bindeglied zwischen den erfolgreichen Machern der vergangenen Jahre, die nun mittlerweile Fördermitgliedern waren, und dem jungen Vorstand, der noch als ein Team zusammenwachsen musste. Für diesen Teambildungsprozess wurde 2010 der Grundstein gelegt. Die Umstellung von regelmäßigen Arbeitskreissitzungen auf Projektarbeit war eine zusätzliche Herausforderung.

Lessons learned
Führung im Ehrenamt bietet besondere Herausforderungen. Letztendlich gibt es da immer Dinge die wichtiger sind wie Familie, Firma / Job und evtl. auch andere Hobbies. Man schafft nicht alles was man sich vornimmt, denn das Ehrenamt kann nicht immer die oberste Priorität haben. Der Spaß darf nicht zu kurz kommen und Anerkennung ist der einzige Lohn.

„one-year-to lead“ Prinzip
Diese Medaille hat zwei Seiten. „Nur“ ein Jahr im Amt bedeutet, dass sich erst einmal alles einspielen muss - das Team, man selbst und das Netzwerk – denn auch in den meisten anderen Kreisen wechseln die Ansprechpartner turnusmäßig nach einem Jahr. Andererseits kann man alle Kraft in dieses Jahr legen. Meiner Erfahrung nach haben auch Freunde und Verwandte Verständnis dafür, wenn sich in diesem speziellen Präsidentschaftsjahr die persönliche Priorität zugunsten des Ehrenamtes verschiebt und auch die Chefs und Kollegen drücken mal ein Auge zu.

Herausforderungen
Das Jahr 2010 war neben den Herausforderungen des Mannschaftswechsels auch aus WJD Sicht durch einige Unruhen geprägt. Der Rücktritt des stellvertretenden Bundesvorsitzenden und der leider anfangs unprofessionelle Umgang des Bundesvorstandes mit diesem Thema, sorgten für einige Unruhe auf allen Ebenen, die auch der Presse nicht verborgen geblieben sind. Unsere wichtigste Aufgabe in diesem Moment war, dass der Kreis nicht dadurch in Mitleidenschaft gezogen werden sollte. Auf der anderen Seite wollten wir die richtigen Fragen an den Bundesvorstand stellen und sachliche Kritik üben. Das hat einige zusätzliche Sitzungen, Telefonate und Abstimmungen verursacht. Mittlerweile ist all das wieder vergessen, denn auch im Bundesvorstand wird das „one year to lead“ Prinzip gelebt und man hat aus Fehlern gelernt.

Für mich war die größte persönliche Herausforderung, alles unter einen Hut zu bringen; meinen neuen Job, eine diesbezügliche Weiterbildung und das Präsidentenjahr. 

Highlights
Veranstaltungen

  •  SpeedNetworking in 7er BMW’s
  •  Running Dinner
  •  Kinder malen für Kinder
  •  Schweizer Abend & Japan Abend
  •  Rhein/Main by Night

Persönlich
Mein ganz persönliches Highlight war die Teilnahme an der European Academy in Göteborg, ein erstklassiges internationales Führungstraining mit 70 Teilnehmern aus 20 Nationen.

Ehrungen
Im Rahmen der Landeskonferenz Hessen 2010 wurde Maximilian Politschek mit dem JOY 2010 ausgezeichnet, einem Preis der Wirtschaftsjunioren Hessen, mit dem jährlich ein besonders aktives Mitglied ausgezeichnet wird, welches erst kurz bei den Wirtschaftsjunioren aktiv ist, sich aber durch besonderes Engagement auszeichnet, ohne in einer offiziellen Funktion auf Kreis- oder Landesebene tätig zu sein.

Eva Dude wurde im Rahmen der Mitgliederversammlung 2010 als Ehrenmitglied bei den Wirtschaftsjunioren Offenbach aufgenommen. So wollten wir uns für ihre langjährige Unterstützung als IHK Hauptgeschäftsführerin bedanken.

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung wurde Peter Sülzen für sein langjährig außerordentliches Engagement zum Senator ernannt und ist damit einer der ganz wenigen WJ-Geschäftsführer, die diese Auszeichnung erhalten. Das war ein phantastischer Abschluss für dieses Jahr.

Fazit
Ich kann nur jeden ermutigen ebenfalls die Chance zu nutzen und innerhalb des Ehrenamtes Verantwortung zu übernehmen. Um es mit den Worten von Willy Brandt zu sagen: „Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie zu gestalten.“
Zwischendrin habe ich mich dann doch mal gefragt, warum mache ich das eigentlich - eine der wichtigsten Gründe sind die Menschen mit denen man zusammen arbeitet, lacht, fiebert auch mal streitet und sich so Freundschaften bilden. Ich habe noch nicht genug und bin im kommenden Jahr im Landesvorstand Hessen aktiv. ;-)

Eure Sandra Lobert
 


 

Präsidentin 2010 - Sandra Lobert
Sandra Lobert

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