Die „Kinderhilfe ´83“ als Verein weiter erfolgreich

Was als Projekt der Wirtschaftsjunioren der Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main 1983 unter dem Markennamen „Kinderhilfe ´83“ begann, ist inzwischen im Kreis der gemeinnützigen Institutionen zu einem Begriff geworden: die Kinderhilfestiftung e.V. Alles begann Ende 1982, als der frisch gewählte Vorstand 1983 der Offenbach Wirtschaftsjunioren unter der mitreißenden Führung seines damaligen Ersten Sprechers Dieter W. F. Hofmann beschloß, die dann so genannte Aktion „Kinderhilfe ´83“ zum Thema des Jahres 1983 zu machen. Anlaß war ein Hilferuf der ärztlichen Leitung der Universitätsklinik Frankfurt für krebs- und stoffwechselkranke Kinder, die Unterbringungs- und Behandlungsbedingungen in der Klinik verbessern zu helfen. Gleichzeitig sollte auch der Selbsthilfeverein für Kinder, die an der seltenen Stoffwechselkrankheit Cystische Fibrose leiden, wirksam unterstützt werden. Der Erfolg am Jahresende1983 übertraf alle Erwartungen. Die Schlussbilanz der Aktion „Kinderhilfe ´83“ wies die in der Offenbacher Wirtschaftsjunioren-Geschichte erfolgreichste sozialhumanitäre Aktion aus. Sie bilanzierte per Ende 1983 ein Spendenaufkommen von rund 150.000 DM.

Der Erfolg dieses bisher größten Hilfsprojekts der Offenbacher Wirtschaftsjunioren ist nur durch die Spendenbereitschaft der Wirtschaft und der Bürger möglich gewesen. Es konnte festgestellt werden, dass besonders die Unternehmen bereit waren, dort zu helfen, wo dies der öffentlichen Hand und der Solidargemeinschaft der Versicherten wegen der allgemein angespannten Finanzlage nicht mehr möglich war. Die wohlwollende Unterstützung der Aktion durch das Präsidium und die Geschäftsführung der Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main war wesentlich für den Erfolg.

Neben dem festlichen Ball der Wirtschaft, unter der Schirmherrschaft des damaligen Bundesministers für Wirtschaft Otto Graf Lambsdorff, als Benefizveranstaltung mit einem Gesamtergebnis von ca. 110.000 DM, wurden unter anderem weitere Mittel durch einen Eintrittskartenaufschlag von 1,- DM bei der Fußball-Bundesliga-Begegnung OFC – Arminia Bielefeld, durch den Eintrittserlös bei zwei Veranstaltungen des Frankfurter Jazz-Forums e.V. und durch den Spendenaufruf eines überregionalen Anzeigenblatts (Blitz-Tip) aufgebracht. Viele bekannte und unbekannte Spender müssen dabei ungenannt bleiben. Die Verteilung entsprach den ursprünglichen Absichten. Planmäßig erhielt der CF-Selbsthilfeverein einen Zuschuß für den Einsatz einer psychologischen Elternberaterin. Für die Leukämieabteilung der Universitätsklinik wurden erhebliche Mittel für die Anschaffung weiterer Infusionspumpen, Mütterbetten und Spielzeug sowie die Einrichtung eines Schulfersehsystems und die Verbesserung von sanitären Anlagen aufgewendet. 

[Wirtschaftsball 1983 mit Gastredner Otto Graf Lambsdorff]

Im Laufe des Jahres 1983 erwies sich als das größte Problem für die Kinderklinik die Raumnot. Nachdem die Spendenflut die Pläne kühner werden ließ, beschloß die Wirtschaftsjunioren-Vereinigung, nicht alle angesammelten Beträge für kleinere Maßnahmen auszuschütten, sondern das große Ziel eines Ausbaus als Projekt 1984 zu unterstützen, wenn auch nicht mehr selbst zu betreiben. Ein beträchtlicher Teil des Sammelergebnisses wurde daher dem zum Jahresende 1984 gegründeten gemeinnützigen Verein Kinderhilfestiftung e.V. Frankfurt überwiesen, der nicht nur mit den Wirtschaftsjunioren, sondern auch mit der Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main (und übrigens auch der Frankfurter Kammer) in enger, teilweise auch personeller Verbindung steht und dessen Vorsitz der seinerzeitige Juniorensprecher Hofmann innehat (im Vorstand u.a. Vollversammlungsmitglied Dr. Dirk Mattes und stellv. Hauptgeschäftsführer Dr. Eberhard Mittwich, im Kurztermin Kammerpräsident Alois Bromkamp).

Die Erfolge aus 1983 wurden 1984 noch weiter übertroffen. Die nach einer Vereinbarung mit der Hessischen Landesregierung erforderlichen 300.000 DM für den Anbau, aufgrund deren das Land den Bau insgesamt finanziert, konnten durch bedeutende, werblich gut gestaltete Spendenkampagnen (u.a. auch durch Briefe der Kammerpräsidenten von Offenbach und Frankfurt) und Wohltätigkeitsveranstaltungen vieler Gruppen – z.B. auch der Ball der Wirtschaft 1984 im Büsingpalais Offenbach, unter der Schirmherrschaft von Präsident Bromkamp – aufgebracht werden, und darüber hinaus ein ansehnliches Spendenkonto gefüllt werden, das wiederum für andere Benefizien Verwendung fand und noch findet. So werden, nachdem der Anbau gesichert ist, nunmehr durch die Kinderhilfestiftung praxisnahe Forschungsprojekte gefördert, die dem Ziel dienen, die Leiden kranker Kinder bei der Therapie zu verringern. Die Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main und vor allem die Wirtschaftsjunioren fühlen sich dieser von der Offenbacher Unternehmerschaft ausgegangenen Initiative weiterhin verpflichtet.

Kinderhilfe kinderhilfe


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Ball der jungen Wirtschaft

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Große Tombola

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Die Initiatoren
 

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